
Zeitschiene
1945 Gründung der UNO (United Nations Organization) um den Weltfrieden dauerhaft zu sichern
1945 Unterzeichnung der Charta der Vereinten Nationen (bis heute 192 Nationen)
1983 Die UN gründet einer Weltkommission für Umwelt und Entwicklung mit dem Auftrag einen Perspektivebericht zu einer langfristigen, umweltschonenden Entwicklung zu erstellen. Den Vorsitz übernimmt die norwegische Ministerpräsidentin Gro Brundtland.
1987 Die Brundtland-Kommission veröffentlicht diesen Bericht mit dem Titel „Our Common Future" und schlägt vor, eine allgemein verbindliche Erklärung zu Umweltschutz und Nachhaltigkeit (engl. sustainability) in Form einer Charta zu schaffen.
1987-1992 Die Ergebnisse des Brundtland-Reports werden auf zwei Konferenzen in London und Mailand diskutiert und ein Umweltgipfel für 1992 in Rio de Janeiro verabredet. Maurice Strong, der Generalsekretär dieses Umweltgipfels schlägt vor, bis dahin eine Erdcharta zu entwerfen und von den Nationen annehmen zu lassen.
1992 Die bei der Konferenz von Rio anwesenden Staaten können sich nicht auf eine gemeinsame Charta einigen und schlagen statt dessen ein Aktionsprogramm, die sogenannte Agenda 21, vor.
1992-1997 Maurice Strong und Michail Gorbatchov starten eine zivile Initiative zur Schaffung einer Erdcharta und werden dabei vom niederländischen Premierminister, dem niederländischen Parlament und Königin Beatrix ideell und finanziell unterstützt.
1997-2000 Eine 23-köpfige Kommission unter Leitung von Stephen C. Rockefeller erstellt in Zusammenarbeit mit 45 Länderkommissionen den Entwurf für eine Erdcharta.
März 2000 Die endgültige Fassung der Erdcharta wird im UNESCO Hauptquartier in Paris verabschiedet.
29. Juni 2000 Im Friedenspalais von Den Haag wird die Erdcharta feierlich veröffentlicht.
2000-2005 Mirian Vilela wird Geschäftsführerin der Erdchartageschäftstelle in Costa Rica, die Erdcharta wird in 45 Sprachen übersetzt, und von mehr als 2500 Organisationen, die weltweit mehrere hundert Millionen Menschen vertreten, unterzeichnet. Der Weltgipfel in Johannisburg im Jahr 2002 erkennt die Erdcharta nicht als völkerrechtsverbindlich an, verweist aber in der UN Dekade „Bildung für nachhaltige Entwicklung" auf die Erdcharta als Referenzdokument.
2005-2009 Mehr als 4600 Organisationen bekennen sich zur Erdcharta, darunter auch Staats- und Stadtregierungen wie etwa Queensland (Australien), die US Versammlung amerikanischer Bürgermeister, New Dehli (Indien) oder München (Bayern) Aufgrund des Anstiegs der Anfragen in der Geschäftsstelle wird die Erdchartaarbeit dezentralisiert und an Länderkoordinierungsstellen übergeben. In Deutschland übernehmen die ÖIEW und der BUND diese Aufgabe.
Alle Länder können ihre Arbeit individuell gestalten, allen gemeinsam aber der Text und das Emblem der Erdcharta