Der Eine-Welt-Laden

Wo:                                                                                                    Luitpoldplatz 6
92237 Sulzbach-Rosenberg
Tel:09661-2011

Ansprechpartner:                                                                                                                                          Frau Johanna Sand 
Frau Irmgard Reisima-Renner

Was:
Der Eine-Welt-Laden Sulzbach-Rosenberg ist dem Verein „Solidarität in der Einen Welt e.V.“ Regensburg angeschlossen. Ein ehrenamtliches Ladenteam hält ein reichhaltiges Angebot mit Erzeugnissen aus dem „Fairen Handel“ mit Projektpartner in Asien, Afrika und Lateinamerika bereit.

„Fairer Handel“ - Was bedeutet das ? Schätzungen zufolge leben ungefähr eine Milliarde Menschen in Ländern der sogenannten „Dritten Welt“ unterhalb der Armutsgrenze.
Teilweise sind ihre katastrophalen wirtschaftlichen und politischen Verhältnisse der Grund, aber auch die Mechanismen der Weltwirtschaft. Denn die Preise für die Produkte werden nicht von den Erzeugern bestimmt, sondern an der Börse und von den Konzernen, und zusätzlich durch den Zwischenhandel verteuert.
Die Menschen haben so gut wie keine Chance, ihren Lebensunterhalt mit ihrer Hände Arbeit zu bestreiten.
Sie sind Opfer der Spielregeln des Welthandels, der nur auf Gewinnmaximierung ausgelegt ist und von den Industrienationen vorgegeben wird. Hier versucht der „Faire Handel“ Abhilfe zu schaffen. Durch Direktimporte über gemein- wirtschaftliche Organisationen, wie GEPA, EL PUENTE u.a., erhalten Kleinbauern und Handwerker in der Dritten Welt gerechte Preis, Abnahmegarantien, Projektberatung und Unterstützung auf dem Bildungs- und Gesundheitssektor.

Der „Faire Handel“ dürfte somit eine sehr wirksame und auch kostengünstige „Hilfe zur Selbsthilfe“ sein, auch wenn man in Betracht zieht, dass Menschen ihre angestammte Heimat aus wirtschaftlichen Gründen verlassen.
Denn wer verlässt schon freiwillig seine Heimat, wenn er dort auskömmlich und in Frieden leben kann !
Den Ausstieg aus dem Teufelskreis der Armut als Folge der Globalisierung des Welthandels und deren Mechanismen versucht auch die Organisation Transfair mit der Vergabe von Fair-Trade-Siegeln für fair gehandelte Waren, entgegen zu wirken. Allein in Deutschland werden ungefähr 800 FairTraide-Produkte, wie Kaffee, Tee, Kakao, Reise, Honig, Bananen, Fruchtsäfte, Wein, Sportbälle usw., angeboten. Durch die Vergabe des Siegels kann langfristig gesehen, ein Beitrag zum wirtschaftlichen, sozialen und auch ökologischen Fortschritt geleistet werden.

Bis heute werden bereits ungefähr 70 Prozent der TransFair-Produkte biologisch angebaut, Pestizide und andere Pflanzenschutzmittel finden so gut wie keine Anwendung mehr.
Dies dient nicht nur dem Umweltschutz, sondern trägt auch vor allem zur Gesundheit der Bauern und Arbeiter in den Anbaugebieten bei. Zudem gibt es uns als Verbraucher bzw. Konsumenten, Sicherheit beim Einkauf von Nahrungsmitteln. Aber auch aus unserem christlichen und ethischen Verständnis heraus sollten wir uns für mehr Gerechtigkeit und Solidarität in dieser unserer Einen-Welt einsetzen. Dazu gehört auch der „Faire Handel“ zwischen den Entwicklungsländern und den Industrienationen.

Welche Artikel der Erdcharta repräsentieren wir (am meisten ) ?

Art.7.Produktion, Konsum und Reproduktion so gestalten, dass sie die Erneuerungskräfte der Erde, die Menschenrechte und das Gemeinwohl sichern. Art.9.Armut beseitigen als ethisches, soziales und ökologischen Gebot.   Art.12.Am Recht aller – ohne Ausnahme – auf eine natürliche und soziale Umwelt festhalten,welche Menschenwürde, körperliche Gesundheit und spirituelles Wohlergehen unter- stützt. Besondere Aufmerksamkeit gilt dabei den Rechten von indigenen Völkern und Minderheiten.